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	<title>Geschichte - Kilian Schönberger Photography</title>
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		<title>Fotografie: Bonner Architektur &#8211; Schönes &#038; Hässliches?</title>
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		<dc:creator><![CDATA[KSP]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 19 Feb 2011 18:36:26 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Von der Subjektivität der Geschmäcker &#8222;Hier möchten auch wir wohnen!&#8222;. Oft findet man im Musikerviertel und in der Bonner Südstadt</p>
<p>The post <a href="https://kilianschoenberger.de/fotografie-bonner-architektur-schones-hassliches/">Fotografie: Bonner Architektur – Schönes & Hässliches?</a> first appeared on <a href="https://kilianschoenberger.de">Kilian Schönberger Photography</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<h1><a href="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/opel-kadett-oldtimer.jpg"><img fetchpriority="high" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-2439" title="Opel Kadett Oldtimer" src="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/opel-kadett-oldtimer.jpg" alt="" width="490" height="326"></a></h1>
<h1 style="text-align: center;">Von der Subjektivität der Geschmäcker</h1>
<p style="text-align: justify;">&#8222;<em>Hier möchten auch wir wohnen!</em>&#8222;. Oft findet man im Musikerviertel und in der Bonner Südstadt an Laternen und Straßenschildern Flugblätter von Bonner Neubürgern die in diese begehrten Viertel ziehen wollen. Gründerzeitarchitektur, hohe Räume, Erker und französische Balkone. Das klingt alles verlockend. Zum stilechten Wohnen kommen Kronleuchter, historisierende Möbel und dekorative Jugendstilelemente hinzu.&nbsp; Es wird gesagt, dass die Südstadt und angrenzende Bezirke das größte erhaltene gründerzeitliche Wohnviertel in Deutschland ist. Aber ist die Südstadt wirklich &#8222;schön&#8220;? Oder gar architektonisch wertvoll? Wenn man den Stilmix der Verzierungen betrachtet, welche die Gebäude dieser Zeit&nbsp; bedeckt, dann wird einem ganz schwindelig ob vielen Einflüsse. Antike, Barock und Gotik werden bunt durcheinander geworfen.&nbsp; Der Bürger am Ende des 19. Jahrhunderts scheint ein architektonischer Allesfresser zu sein und lebt diese Vorliebe an seinen Fassaden aus. Ist der Stilmix des Historismus jener Zeit also ein Vorläufer zu dem, was unser Alltagsleben heute ausmacht? Unsere Generation sind die der <em>kulturellen Allesfresser</em>, welche von der Populärkultur bis hin zur Hochkultur alles mitnimmt.</p>
<p style="text-align: justify;">Eine gewagte These. Aber wieso auch nicht? Denn wenn man sich einmal die zeitlichen Umstände der Entstehung der Gründerzeitarchitektur anschaut, möchte man meinen, dass die Menschen damals auch in einer Seifenblase der unbegrenzten Möglichkeiten taumelten. Der &#8222;Aufstieg&#8220; des Deutschen Kaiserreichs ging einher mit der Emanzipation des Bürgertums. Und diesen Stolz wollte man zeigen und griff daher zurück auf glorreiche Elemente der Geschichte und klebte sie mit Gips an die eigene Fassade. Nach dem Motto: Nicht kleckern, sondern klotzen.Der Zuckerbäckerstil macht diese Häuser zu <em>Konservendosen der Architekturgeschichte</em>.</p>
<p style="text-align: justify;">Nun stellt sich die Frage, warum dieser Stil heute wieder als attraktiv gilt. Pickelhauben trägt ja auch (fast) keiner mehr. Vielleicht weil wir uns eben in diesem Schmelztiegel der Verzierungen heute selbst wieder finden. Früher war es die Hauswand, die als Stilsammelsurium endete, heute ist der Mensch selbst die plakative Fläche, auf welche unterschiedlichste Trends, Hypes und Moden einprasseln. Und so wie man damals einen neuen Stiltrend per Stuck einfach zusätzlich ans Haus setzte, so gibt uns die Konsumwelt heute die Gelegenheit uns unsere Topaktualtiät&nbsp; am eigenen Körper zu erkaufen. Markenkleidung, Smartphones und der neueste Haarschnitt sind Pflicht. Wobei die Crux dabei ist, dass diese &#8222;Topaktualität&#8220; oft heißt in vergangenen Epochen zu wildern und Vergangenes wieder aufzuwärmen. Das Schaffen von Eigenständigkeit in einem neuen ästhetischen Stil, die progressive Entwicklung die Altes ab- und auflöst, wird damit unterbunden. Alles wird konserviert. Wir füllen unser Leben aus den Konservendosen der 80er, 70er und anderer Jahrzehnte und wohnen gleichzeitig in den Konservendosen der Architekturgeschichte und essen Bio. Was? Irgendwo ein Widerspruch.<em> Gestern ist also Heute modern und Morgen ist ein anderes Gestern. Das Leben ist eine Hipstomatic-App!</em></p>
<p style="text-align: justify;">Jedoch gab es bereits nach beiden Weltkriegen Phasen, in denen der Historismus und seine Bausubstanz nicht besonders gewertschätzt wurde. Vielleicht kommt ja der Antitrend mit der Kehrtwende zum harten Beton der Brutalismus. <em>Der Rückgriff auf ältere Stile wurde damals als zu geringe architektonische Eigenständigkeit gewertet</em>. Die Bauhaus Architektur war die gefühlt richtige Antwort auf die bürgerlich-spießigen Gründerzeitviertel. Doch zu diesem Zeitpunkt war es auch schon um das generelle Durchsetzen eines Stils geschehen. Man baute alles wie und wo man wollte. Vor allem schnell und günstig. Neue Materialien wie Beton oder Glas sorgten für Innovationen in der Architektur.&nbsp; Die ersten Betonbunker der Nachkriegszeit sind heute noch als hässlich verschrien, aber morgen vielleicht schon das neue Trendwohnen. Eine gesamtheitliche Stilrichtung die sich auf breiter Basis durchsetzt bleibt im Rahmen der diversifizierten Gesellschaft vermutlich bis auf weiteres eine Utopie.</p>
<p style="text-align: justify;">Daher wandert der Blick auf das, was heute noch aus vergangenen Epochen erhalten ist. Man sagte mir, Bonn sei&nbsp; wegen seiner unterschiedlichen Baussubstanz ein sehr begehrter Drehort für Fernsehsendungen, da sich für alle Szenen Kulissen finden lassen würden. Die folgenden Bilder können diesen Eindruck vermutlich untermauern. Das fehlende Blattgrün des frühen Jahres gibt manch unerwarteten Blick frei. Noch dominiert die Kahlheit des Winters, nur im botanischen Garten zeigen sich bereits erste Frühlingsboten.</p>
<pre style="text-align: justify;">#00 - Opel Kadett
#01 - Poppelsdorfer Schloss
#02 - Uni Hauptgebäude
#03 - Bunes Glas Viktoriabad
#04 - Fassade Südstadt
#05 - Fassade Südstadt
#06 - Frühling im Botanischen Garten
#07 - Am Poppelsdorfer Weiher
#08 - Teppichladen aus den 70ern
#09 - Neubau am Busbahnhof</pre>
<p style="text-align: justify;"><a href="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/poppelsdorfer-schloss-bonn-botanischer.jpg"><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-2447" title="Poppelsdorfer Schloss Bonn Botanischer" src="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/poppelsdorfer-schloss-bonn-botanischer.jpg" alt="" width="490" height="420"></a></p>
<p><a href="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/uni-bonn-orient-asia-institut.jpg"><img decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-2442" title="Uni Bonn Orient Asia Institut" src="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/uni-bonn-orient-asia-institut.jpg" alt="" width="490" height="398"></a></p>
<p><a href="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/viktoria-bad-bonn-cafe-blau.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-2443" title="Viktoria Bad Bonn Cafe Blau" src="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/viktoria-bad-bonn-cafe-blau.jpg" alt="" width="490" height="327"></a></p>
<p><a href="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/grc3bcnderzeit-bonn-sc3bcdstadt.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-2437" title="Gründerzeit Bonn Südstadt" src="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/grc3bcnderzeit-bonn-sc3bcdstadt.jpg" alt="" width="490" height="307"></a></p>
<p><a href="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/sc3bcdstadt-bonn-architektur1.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-2445" title="Südstadt Bonn Architektur" src="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/sc3bcdstadt-bonn-architektur1.jpg" alt="" width="490" height="324"></a></p>
<p><a href="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/frc3bchling-botanischer-bonn.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-2436" title="Frühling Botanischer Bonn" src="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/frc3bchling-botanischer-bonn.jpg" alt="" width="490" height="367"></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/architektur-jahrhunderwende-bonn.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-2435" title="Architektur Jahrhunderwende Bonn" src="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/architektur-jahrhunderwende-bonn.jpg" alt="" width="392" height="588"></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/teppichladen-bonn-mord.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-2441" title="Teppichladen Bonn Mord" src="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/teppichladen-bonn-mord.jpg" alt="" width="392" height="588"></a></p>
<p style="text-align: center;"><a href="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/zimg_1841bbk.jpg"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter size-full wp-image-2444" title="Neubau Bonner Busbahnhof" src="http://bildraum.files.wordpress.com/2011/02/zimg_1841bbk.jpg" alt="" width="392" height="593"></a></p><p>The post <a href="https://kilianschoenberger.de/fotografie-bonner-architektur-schones-hassliches/">Fotografie: Bonner Architektur – Schönes & Hässliches?</a> first appeared on <a href="https://kilianschoenberger.de">Kilian Schönberger Photography</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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		<title>Kaufempfehlung: Bildband &#8222;Things As They Are&#8220;</title>
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		<dc:creator><![CDATA[KSP]]></dc:creator>
		<pubDate>Sat, 22 May 2010 15:10:00 +0000</pubDate>
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					<description><![CDATA[<p>Der BuchHof Bonn &#8211; vormals die Restexemplareabteilung von Bouvier &#8211; ist immer einen Besuch wert. Gegenüber des Uni Hauptgebäudes gelegen</p>
<p>The post <a href="https://kilianschoenberger.de/kaufempfehlung-bildband-things-as-they-are/">Kaufempfehlung: Bildband „Things As They Are“</a> first appeared on <a href="https://kilianschoenberger.de">Kilian Schönberger Photography</a>.</p>]]></description>
										<content:encoded><![CDATA[<p style="text-align: justify;">Der BuchHof Bonn &#8211; vormals die Restexemplareabteilung von Bouvier &#8211; ist immer einen Besuch wert. Gegenüber des Uni Hauptgebäudes gelegen finden sich dort eine Vielzahl von reduzierten Büchern, von denen erfreulicherweise viele aus die Bereiche Kunst, Design, Photographie etc. behandeln. So ist es möglich für wenig Geld herabgesetzte Bildbände zu erwerben. Selten verlässt man den Laden ohne etwas gekauft zu haben. Diese Woche konnte ich ein besonderes Buch erwerben, das ich hier vorstellen will kurz &#8211; und für das ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen will.</p>
<h2>&#8222;Things As They Are&#8220; von Mary Panzer und Chris Caujolle.</h2>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" title="Things As They Are" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/513G57PNWWL._SS400_.jpg" alt="" width="400" height="400"></p>
<h2 style="text-align: justify;">Inhalt</h2>
<p style="text-align: justify;">Ist das Cover zunächst noch ein wenig irritierend, so offenbart der Blick in das Innere den wahren Wert dieses Buches. Das Buch präsentiert&nbsp; 120 Photosessays von World Press Photo wie sie zwischen 1955 und Heute im originalen Kontext in internationalen Magazinen abgedruckt wurden. Allein diese Aufmachung unterscheidet das Buch von anderen Bildbänden, weil die Bilder so in die zu den betreffenden Zeiten gefragte Typografie, Grafik und Strukturierung eingegliedert sind. Man erhält einen sehr guten Überblick über Geschehnisse welche die letzten Jahrzehnte geprägt haben &#8211; aber auch durch sehr spezielle Repotagen optische Eindrücke in Halbwelten. So stehen Vietnamkrieg, Cubakrise, die Mondlandung oder die Tsunamikatastrophe neben Russischer Mafia und Helmut Newtons Sicht auf Berlin. Dabei erfährt man die Bilder nicht in einer Rückblende sondern im damals aktuellen Verständniskontext aus den Ersterscheinungen in Magazinen rund um die Welt. Augenzeugenmaterial. Im Original kostet der Bildband 65 Euro in Bonn kann man ihn für 25 Euro erwerben. Gut investiertes Geld wie man nach einem Blick ins Innere des Buches schnell feststellt.&nbsp; Zusätzlich zu den Photoessays findet sich ein Vorwort von Mary Panzer, ein Überblick über die World Press Photo Contest Gewinner und ein Nachwort von Chris Caujolle, der auch auf die Zukunft des Photojournalismus eingeht.</p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" title="Inhalt" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/51B4SFTKRGL._SS400_.jpg" alt="" width="400" height="400"></p>
<p style="text-align: center;"><img loading="lazy" decoding="async" class="aligncenter" title="Inhalt 2" src="http://ecx.images-amazon.com/images/I/41SCZK92GNL._SS400_.jpg" alt="" width="400" height="400"></p>
<h2 style="text-align: justify;">Empfehlung</h2>
<p style="text-align: justify;">Daher möchte ich eine uneingeschränkte Kaufempfehlung aussprechen. Denn das Buch hat mich berührt wie wenige Bildbände vorher. Die Bilder sind oft schockierend, oft faszinierend &#8211; aber sie zeigen immer Facetten menschlicher Realität. Manchmal sprachlos machend, manchmal motivierend und inspirierend. Einem jeden der sich für Photographie, Journalismus und Zeitgeschichte interessiert möchte ich es ans Herz legen.</p><p>The post <a href="https://kilianschoenberger.de/kaufempfehlung-bildband-things-as-they-are/">Kaufempfehlung: Bildband „Things As They Are“</a> first appeared on <a href="https://kilianschoenberger.de">Kilian Schönberger Photography</a>.</p>]]></content:encoded>
					
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