
Das Gesäuse
Mitte Oktober besuchte ich im Rahmen einer Fachtagung endlich das Gesäuse in Österreich. Die Enns windet sich hier durch eine gewaltige Schlucht, die links und rechts von himmelsstrebenden Bergwänden flankiert wird. Der Nationalpark in der Steiermark wurde 2002 in den Ennstaler Alpen gegründet. Die landschaftliche Schönheit resultiert aus dem faszinierenden Kontrast zwischen den fast senkrecht aufragenden Kalkgipfeln – wie dem mächtigen Hochtor – und dem tief eingegrabenen Tal der Enns. Wegen Nebel und Wolken konnte ich ein Highlight des Gesäuses leider nicht fotografieren: Aufgrund der extrem geringen Lichtverschmutzung wurde das Gesäuse als Lichtschutzgebiet ausgezeichnet, was nachts einen sensationellen, klaren Blick auf den Sternenhimmel ermöglicht.
Anschauen wollte ich mir das Gesäuse schon länger – im Rahmen einer Tagung zur Waldfotografie im Nationalpark konnte ich zwei Tage vor Ort verbringen. Mit Podiumsdiskussionen, Workshop und Vorträgen waren die Tage gut durchgeplant – dennoch fand ich Zeit um einige Eindrücke mit der Kamera festzuhalten. Die Gebirgsszenerie präsentierte sich nebelverhangen, aber gerade das Wechselspiel von Felsen, Bäumen und Nebel übte einen großen visuellen Reiz aus. Um den richtigen Moment festzuhalten bleiben oft nur wenig Sekunden, bevor sich das Sichtfenster zu einem einzelnen Baum oder einem Felsturm wieder schließt. Tagsüber bei meinem Waldfotografie-Workshop beschäftigten wir uns auch mit Pilzen und entdeckten auch das ein oder andere ungewöhnliche Motiv.
An dieser Stelle danke an Martin Hartmann von der Fotoschule Gesäuse für die Einladung. „The Campus Alps“ direkt am Nationalpark bietet mit seinen Räumlichkeiten und Tiny Houses alles, was für eine gelungene Naturfotografiesession nötig ist. Ich werde sicherlich zurückkehren um noch mehr Motive im Nationalpark zu erkunden.
Nebel, Fels, Bäume & etwas Licht
















Pilze im Nationalpark Gesäuse
Die Vielfalt der Formen, Farben und Größen ist schier unendlich. Pilzfotografie braucht Zeit – so konnten wir innerhalb des praktischen Teils des Workshops nur einen kleinen Ausschnitt des Pilzreichtums im Gesäuse festhalten. Gerade der Blick auf die kleinen Exemplare öffnet oft ein Fenster in eine unbekannte Welt.











