
Am erstenMorgen wartete auf uns dieser tolle Sonnenaufgang auf der Halbinsel Sao Lourenco
Ende 2025 ging es für mich und meinen Kollegen Alexander Otto mit einer Fotogruppewieder auf die portugisische Insel weit draußen im Atlantik. Für Landschaftsfotografie ist Madeira ein Traum. Das Relief der Insel ist extrem abwechslungsreich, so dass verschiedene Landschaftstypen fotografiert werden können. Von Stränden über üppige Wälder bis hin zu Gebirgsgipfeln. Gleichzeitig ist Madeira recht einfach zu bereisen – dank gut ausgebauter Hauptverkehrswege sind die Spots gut zu erreichen. Die schmaleren Bergstraßen vermitteln dagegen stellenweise einen Hauch Abenteuer… Mit diesem Blogpost möchte ich zunächst auf unsere Motive and der Küste und im Bergland eingehen. Über das Thema Fanal und die neuen Zäune habe ich einen >Artikel< ergänzet; ebenso einen über die >Tierfotos< die nebenbei entstanden sind. Auch 2026 gehts für eine Fotoreise wieder nach Madeira: Weitere Infos >hier<.

Nachglühen und Wolkenstreiben am Pico Areeiro nach Sonnenuntergang

Madeira Pilze Pfifferlinge
Unsere Fotoreise geht immer über eine Woche, die ersten Tage übernachten wir in Macchico im Osten von Madeira, die zweite Wochenhälfte verbringen wir in Porto Moniz im Nordwesten. Dadurch sind alle spannenden Spots gut zu erreichen. Hauptattraktionen sind die Felsküsten, die Nebelwälder und die schroffen Berggipfel. Aber neben der Fotografie steht auch das kulinarische Genießen immer weit oben auf unserer Liste. Auch dieses Jahr konnten wir wieder neue Restaurants entdecken, die mit tollen lokalen Speisen aufwarteten. So konnte ich zum ersten Mal in meinem Leben konnte einen gegrillten Wahoo probieren – sicher eines der besten Fischgerichte die ich je hatte. Das gemeinsame Abendessen rundete jeden Tag unsere Fotoaktivitäten ab.

Grünes Paradies im Inselherzen
Bei Wetter und Licht hatten wir Glück – trotz vieler Wolken konnten wir eigentlich entweder jeden Tag tolle Lichtstimmungen fotografieren oder den Nebelwald von Fanal bei ausgezeichneten Bedingungen erleben. Die Erfahrung mit dem Wetter vor Ort machte sich bezahlt – auch wenn die Wetterberichte nicht vielversprechend sind. Einmal konnten wir an einem Morgen ohne viel Potenzial doch noch einen glühenden Sonnenaufgang fotografieren und auch an der Halbinsel Sao Lourenco waren wir einmal die einzigen Besucher mit genialen Bedingungen, weil wir trotz ungünstigem Wetterbericht auf unserer Erfahrung vertrauten.

Dank guter Locationkenntnis konnten wir diese Lichtstimmung festhalten, als die meisten anderen Spots wolkenverhangen waren

An diesem Morgen war der Wetterbericht nicht verheißungsvoll. Aber wir hatten eine gewisse Ahnung, dass es sich doch lohnen könnte – so waren wir ganz allein an diesem Miradouro im Osten der Insel.

Auch die Gegenperspektive zum obigen Bild war durch da durch den schmalen Spalt unter der Wolkendecke spektakulär
Madeira ist ein perfektes Reiseziel für Landschaftsfotograife. Es können unterschiedliche Techniken angewandt werden, von Langzeitbelichtungen bis hin zum Polfilter-Einsatz im Wald. Auch für die verschiedensten Brennweitenbereich gibt es interessante Motive. An den Steilklippen oder im dichten Wald greift man intuitiv natürlich eher zum Weitwinkel. Aber Teleobjektive bringen Variation und holen Motive heran, die im Weitwinkelbild verschwinden klein erscheinen. Zum Beispiel aus dem Nebel ragende Bäume. Viel Spaß mit den folgenden abwechslungsreichen Impressionen von der grünen Insel im Atlantik.

Dieser Baumtunnel gehört zu den noch unbekantenn Spots, die wir für unsere Fotoreise gescoutet haben

Tief fallen die Felswände zum Nonnental in der Mitte der Insel ab

Madeira Lorbeerbäume

Etwas experimentieren muss auch sein – nach Sonnenuntergang verlassen viele Autos den Parkplatz am Pico Areeiro. Ich versuchte eine Langzeitbelichtung.

EIn Lichtstrahl findet den Weg unter die Wolkendecke und zaubert eine an einen Vulkanausbruch erinnernde Stimmung

Madeira Wald Nebel Nebelwald

Dschungel: Moos und Lorbeer begleiten die Bäche an der Nordseite der Insel

Ein Sonnenaufgang in den Bergen, zunächst waren wir allein, zu unserer Überraschung wurde es aber schnell ziemlich voll. Zum Glück hatten wir einen guten Standort

Ein partieller Regenbogen an einer Wolkenwalze im Gebirge

Auch an oft fotografierten Orten finden sich ungewöhnliche Motiv: Pfützenspiegelung bei Ribeira da Janela

Es muss nicht immer Fanal sein – Nadelwald mit Bartflechten bei Nebel und Sonnenlicht

Ein schöner Felsen bereichert die Komposition bei einem wolkenlosen Sonnenuntergang

Vom Atlantik schiebt sich eine Wolkendecke gegen die Berge Madeiras

Wasserfall am Strand von Seixal – nach Sonnenaufgang bildete sich hinter uns eine kleine Influencer-Schlange

Die Morgensonne bringt die Wolkendecke zum Leuchten

Ein von üppigem Grün begleiteter kleiner Canyon

Der Mond über der Südküste Madeiras

Schatten und Licht – auch Details der Vegetation können interessante Motive sein